Robert Bosch war einer der erfolgreichsten deutschen Unternehmer des 20. Jahrhunderts – aber nicht nur das: Robert Bosch war zugleich ein Mensch, der sich als Bürger und Stifter den gesellschaftlichen Herausforderungen seiner Zeit gestellt hat. Erfahren Sie mehr über sein Leben und sein beispielhaftes Wirken.

Von der Einführung des 8-Stunden-Tages über die Begabtenförderung bis hin zur ökologischen Landwirtschaft – das Engagement Robert Boschs kennt zahlreiche Facetten. Wir stellen Ihnen ausgewählte Projekte vor.

Markelstiftung
Mehr als nur Brockhaus-Wissen
Bildung ist der wichtigste Rohstoff unserer Gesellschaft – es gibt wohl kaum einen Politiker, der diesen Satz heute nicht unterschreiben würde. Als sich hingegen Robert Bosch schon zu Beginn des 20. Jahrhunderts für einen möglichst unbeschränkten Zugang zu Bildung einsetzt, ist das Thema längst noch nicht so populär. Kurz: Mit seinem Einsatz für die Begabtenförderung der Markelstiftung ist der Unternehmer seiner Zeit voraus.
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Schwäbischer Siedlungsverein
Lichtdurchflutet, geräumig und günstig
Viel frische Luft und Sonne tanken! Was heute als Allheilmittel bestens bekannt ist, war Anfang des 20. Jahrhunderts keine Selbstverständlichkeit. Robert Bosch aber erkannte schon früh, wie wichtig die Lebens- und Arbeitsumgebung für das Wohlbefinden ist. Als nach dem Ausbruch des Ersten Weltkriegs immer mehr Menschen in qualvoller Enge leben müssen, investiert er deshalb in die Schaffung gesunden und bezahlbaren Wohnraums.
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Boschhof
Zurück zur Natur
Zoologie, Botanik, Geologie: Gerne hätte der junge Robert Bosch eine dieser naturkundlichen Fachrichtungen studiert. Auf den Rat seines Vaters entscheidet er sich jedoch für eine Feinmechanikerlehre – seiner Liebe zur Tier- und Pflanzenwelt tut dieser Schritt jedoch keinen Abbruch. 1912, mit Anfang 50, findet Robert Bosch zurück zur Natur: Er erwirbt ein weitläufiges Areal in Oberbayern – und schafft dort einen Vorreiter des Biobauernhofs unserer Zeit.
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Deutsche Liga für Völkerbund
Die Vision von der Weltorganisation
UNO – immer wenn es in unserer heutigen Welt um die friedliche Beilegung von Konflikten geht, sind diese drei Buchstaben mit im Spiel. In Deutschland trägt Robert Bosch schon kurz nach dem Ende des Ersten Weltkriegs dazu bei, die Akzeptanz für eine solche „Weltorganisation“ zu erhöhen – und unterstützt die Deutsche Liga für Völkerbund.
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Deutscher Werkbund
Neues Bewusstsein für Qualität
Auf der ganzen Welt steht die Herkunftsbezeichnung „Made in Germany“ für höchste Qualität. Dieser Ruf ist auch dem Deutschen Werkbund zu verdanken. Die Architekten, Handwerker und Unternehmer, die sich seit 1907 unter diesem Namen organisieren, wollen dem Wörtchen Qualität neue, zeitgemäße Konturen verleihen. Robert Bosch identifiziert sich mit den Zielen des Werkbundes – und unterstützt ihn mit einem stattlichen Jahresbeitrag.
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Robert Bosch als Arbeitgeber
"Dr Vadder Bosch"
Wie lassen sich Mitarbeiter täglich motivieren? Wie kann man die Arbeitskraft der Belegschaft langfristig erhalten? Diese Fragen haben Robert Bosch schon früh beschäftigt. Deshalb sorgte er von Anfang an für gutes Werkzeug sowie Licht und Luft an den Werkbänken in seinem Unternehmen – alles andere als selbstverständlich Ende des 19. Jahrhunderts. 1906, zum 20. Firmenjubiläum führte er als erster Arbeitgeber im damaligen Königreich Württemberg den 8-Stunden-Tag ein.
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Staatsbürgerschule Berlin
Jenseits aller Extreme
Studenten und Professoren aus der ganzen Welt kennen das Otto-Suhr-Institut (OSI) an der Freien Universität Berlin. Weniger bekannt ist, dass diese politikwissenschaftliche Fakultät auf eine Initiative Robert Boschs zurückgeht. 1917 hilft er seinem Freund Friedrich Naumann, die Staatsbürgerschule zu gründen.
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Robert-Bosch-Krankenhaus
Zum Wohle des Ganzen
Er hat viele Millionen Mark zur Verfügung gestellt, Widerstände aus dem Weg geräumt und nach über 20 Jahren sein Ziel erreicht: Am 10. April 1940 erlebt Robert Bosch, wie aus einem lang gehegten Traum endlich Wirklichkeit wird. Auf dem Stuttgarter Pragsattel in der Hahnemannstraße öffnet das Robert-Bosch-Krankenhaus seine Pforten. Die Einrichtung, die 1973 durch einen Neubau wenige hundert Meter entfernt abgelöst wird, trägt nicht nur den Namen des Unternehmers, sondern auch seine Handschrift.
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Technische Hochschule Stuttgart
Förderung der geistigen Kraft
Um Forschung und Lehre auf hohem Niveau zu garantieren, benötigen Hochschulen entsprechende finanzielle Mittel – die sie sich oftmals hart erkämpfen müssen. Denn wenn Universitäten kein Geld haben, leiden vor allem die Studierenden. Dieses Problem erkennt Robert Bosch schon vor über 100 Jahren. Nicht zuletzt deshalb unterstützte er die Technische Hochschule Stuttgart, die er während eines Gastsemesters selbst besucht hatte.
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