Die Verantwortlichen

Katja von der Bey

WeiberWirtschaft eG

Gesellschaft

Berlin

WeiberWirtschaft eG

Selbst ist die Frau

Mit der „Weiberwirtschaft“ gründeten mutige Frauen 1989 die erste deutsche Frauengenossenschaft seit der Weimarer Zeit. Aus der kleinen Initiative ist heute ein 1.650 Frauen starkes Projekt geworden.

Frauenquote? Gleichstellungspolitik? Berliner Frauen wollen nicht auf politische Unterstützung warten, um ihre Karriere als Unternehmerin zu starten. Sie nehmen ihr Schicksal selber in die Hand und gründen 1989 gemeinsam mit gleichgesinnten Frauen die Frauengenossenschaft „Weiberwirtschaft“. Gemeinsam wollen sie den Weg in die ökonomische Unabhängigkeit antreten.

Schnell gewinnt das Projekt an Fahrt: 1992 erwirbt die Genossenschaft einen ehemaligen Gewerbehof in Berlin. Nach gründlichem Umbau entstehen auf dem Gelände 6.000 Quadratmeter Büro- und Produktionsfläche. In dem Gebäude können Gründerinnen Räume zu moderaten Preisen mieten. Gemeinsam bilden sie ein Netzwerk, das den Austausch von Informationen vereinfacht. Auch Kita, Kantine und Tagungsräume sind vorhanden. Alle Gründerinnen sind gleichzeitig Mitglieder der Genossenschaft und damit Miteigentümerinnen.

Im Gründerinnenzentrum versammeln sich heute 60 von Frauen geleitete Unternehmen, Vereine und Verbände aus Dienstleistung, Handel, produzierendem Gewerbe und Handwerk. Nach sieben ehrenamtlichen Jahren machte Katja von der Bey die „WeiberWirtschaft“ 1999 zu ihrem Hauptberuf. Die promovierte Kunsthistorikerin ist heute Geschäftsführerin und eine der Vorstandsfrauen der Genossenschaft.

„Ökonomie ist eine der letzten Bastionen, in denen die Geschlechtergerechtigkeit noch nicht umgesetzt wurde. Gleichzeitig bestimmt der Zugriff auf ökonomische Res-sourcen unser Zusammenleben. Ich möchte dazu beitragen diese Welt gerechter zu machen.“

Weiterführende Links:
http://www.weiberwirtschaft.de


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