Die Verantwortlichen

Stefan Kruse

Notfalldarstellung des Deutschen Roten Kreuzes (DRK e.V.)

Gesundheit

Goslar

Notfalldarstellung des Deutschen Roten Kreuzes (DRK e.V.)

Die Maske des Ernstfalls

Nach schweren Unfällen zählt für die Opfer oft jede Sekunde. Stefan Kruse hilft durch realistische Darstellung im Training, Sanitätern, Feuerwehrleuten und Notärzten beim Anblick von Verletzten den Schrecken zu nehmen.

Als er Mitte der 1980er Jahre eine Ausbildung zum ehrenamtlichen Sanitäter machte, wurden den Darstellern von Verletzten einfach Schilder um den Hals gehängt, auf denen ihre Verletzung notiert war. „Schwere Verbrennung“ stand da oder „Motorradunfall“. Schon damals wusste Stefan Kruse: Für den Ernstfall mit klaffenden Wunden und teils unmenschlichen Entstellungen ist er einfach nicht ausreichend vorbereitet.

Nach einer Ausbildung zum Krankenpfleger beschloss der heute 43-Jährige, Rettungskräfte beim Deutschen Roten Kreuz deutschlandweit besser auf ihre Einsätze vorzubereiten – und sie damit im Fall der Fälle fachlich auszubilden und für ihr Handeln entschlossener zu machen. Dazu studierte er mit den Verletztendarstellern entsprechende Krankheitsbilder ein und brachte ihnen bei, sich so authentisch wie möglich zu verhalten.

Vor allem aber hat er sich Schritt für Schritt Schminktechniken angeeignet, um die Verletzungen so realistisch wie möglich erscheinen zu lassen. Diese sind heute bundesweiter Standard in vielen Rettungsorganisationen. Vor allem der Anblick von Verbrennungsopfern kostet manchen Helfer Überwindung. Stefan Kruse kann heute auf 20 Jahre Engagement, mehrere Tausend „Verletzte“ und zahlreiche dankbare Rückmeldungen insbesondere von Berufsanfängern im Sanitätsbereich zurückblicken.

„Der Anblick von Schwerstverletzten ist manchmal kaum zu ertragen. Eine möglichst realistische Darstellung von Unfallopfern bereits in Übungssituationen hilft vielen Rettungskräften.“

Weiterführende Links:
http://www.drk.de


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Befreiung von Schwerverletzten aus PKW durch FeuerwehrIn diesem Film sehen Sie, wie zwei Schwerverletzte durch die Freiwillige Feuerwehr Goslar mit Rettungsgeräten herausgeschnitten aus einem Unfallfahrzeug wurden. Beide Verletzte sind geschminkt (Schauübung auf dem Tag der offenen Tür Freiwillige Feuerwehr Goslar). Durch diese Übung sollte den Besuchern gezeigt werden, wie Verletzte versorgt werden, wenn sie einen schweren Verkehrsunfall hatten.

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