Robert Bosch Stiftung organisiert Regionalkonferenz in Stuttgart
20 Initiatoren von gemeinnützigen Projekten diskutieren gemeinsame Anliegen
Staatsrätin Erler: „Für eine lebendige Demokratie braucht es engagierte Bürgerinnen und Bürger“
20 Gründer, Stifter und Initiatoren sozialer Projekte haben sich heute in Stuttgart getroffen, um über die Rahmenbedingungen für bürgerschaftliches Engagement zu diskutieren. Sie folgten einer Einladung der Robert Bosch Stiftung, die die Konferenz im Rahmen ihres Jubiläumsprojekts „Die Verantwortlichen“ zum 150. Geburtstag von Robert Bosch organisiert hatte. Das Treffen fand in den Räumlichkeiten des Generationenhauses Heslach der Rudolf und Hermann Schmid Stiftung statt. Nach einem intensiven Austausch untereinander diskutierten die Teilnehmer mit der Staatssekretärin für Zivilgesellschaft und Bürgerbeteiligung in der Landesregierung Baden-Württemberg, Gisela Erler, über die Erfahrungen in ihren Projekten und mögliche Schritte zur Verbesserung der Rahmenbedingungen für ihre gemeinnützige Arbeit.
Staatsrätin Erler stellte zur Situation in Baden-Württemberg fest: „Fast jeder zweite Baden-Württemberger ist sozial engagiert. Das ist eine sehr erfreuliche Tatsache, denn die Bereitschaft einzelner Bürgerinnen und Bürger, Verantwortung für andere zu übernehmen, ist Grundlage jeder demokratischen Gesellschaft. Als Staatsrätin für Zivilgesellschaft und Bürgerbeteiligung möchte ich die vielen ehren- und hauptamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gemeinnütziger Organisationen in unserem Land unterstützen. Veranstaltungen wie diese helfen mir dabei, da sie mir die Möglichkeit zum Austausch mit all diesen Menschen bieten.“
„Bei Stuttgart Connection möchten wir Menschen dazu bewegen, sich ehrenamtlich für andere einzusetzen“, so Lars Becker, Mitbegründer und Erster Vorsitzender der Stuttgart Connection. „Da wir mit vielen verschiedenen Akteuren und Themen arbeiten, ist es für unsere Arbeit wichtig, uns mit anderen Organisationen über die jeweiligen Erfahrungen auszutauschen. So können wir gegenseitig von unseren Erfolgen und Rückschlägen lernen und Kontakte knüpfen. Ich würde mich freuen, wenn sich aus dem heutigen Tag Projektideen ergeben würden.“
„Ich bin mit den lebhaften Diskussionen und den Ergebnissen des heutigen Tages mehr als zufrieden. Es ist immer wieder beeindruckend zu sehen, wie viele interessante Projekte es gibt und mit welcher Energie sich Menschen engagieren. Ich bin optimistisch, dass die Veranstaltung einen Beitrag dazu geleistet hat, die politisch Verantwortlichen auf die Notwendigkeit zu weiteren Verbesserungen der Rahmenbedingungen für gemeinnützige Arbeit hinzuweisen“, resümiert Dr. Olaf Hahn, Bereichsleiter Gesellschaft und Kultur der Robert Bosch Stiftung.
Zur Aktion „Die Verantwortlichen“:
Die Aktion „Die Verantwortlichen“ läuft seit April 2011. Die 150 ausgezeichneten Teilnehmer begleiten sich und ihr Engagement per Videokamera über einen Zeitraum von 150 Tagen und geben sozialem Engagement so ein Gesicht. Die Videos sowie weitere Informationen zu den „Verantwortlichen“ sind auf der Jubiläumswebsite www.verantwortung-unternehmen.org zu sehen. Über eine eigene Facebook-Fanpage (www.facebook.com/Boschstiftung) kann man mit den Teilnehmern in Kontakt treten und sich mit ihnen austauschen.
Die Robert Bosch Stiftung ist eine der großen unternehmensverbundenen Stiftungen in Deutschland. Sie wurde 1964 gegründet und setzt die gemeinnützigen Bestrebungen des Firmengründers und Stifters Robert Bosch (1861-1942) fort. Die Stiftung beschäftigt sich vorrangig mit den Themenfeldern Völkerverständigung, Bildung und Gesundheit.